Gaukler mit zwei linken Daumen im Webdesign

Schlechtes Webdesign schadet Ihrem Unternehmen

Wie sich Blender selbst entlarven und warum Sie unprofessionelle Webdesigner viel Geld kosten können.

Schlechtes Webdesign ist kein kosmetisches Problem. Es ist auch kein Luxus-Thema für große Konzerne. Schlechtes Webdesign ist ein unternehmerisches Risiko. Denn bevor ein Kunde anruft, schreibt oder kauft, passiert heute fast immer dasselbe: Er schaut sich Ihre Website an und bildet sich bewusst oder unbewusst ein Urteil. Nicht über Ihren Webdesigner, sondern über Sie und Ihr Unternehmen.

Woran erkennen Sie schlechte Webdesigner?

Mit den Webdesignern ist es inzwischen wie mit Fotografen: Nahezu in jedem kleinen Dorf gibt es einen, dafür bin ich ja selbst das beste Beispiel. Zweifellos gibt es darunter viele tolle Angebote aber eben auch mindestens genauso viele, die allenfalls eine schlechte Kopie eines Geschäftsmodells sind. Meist lässt sich das aber leicht erkennen und es treffen mehrere Dinge zu.

Natürlich wirbt nahezu jeder Webdesigner mit seinen besten Arbeiten. Das ist normal. Aber wenn es kaum Referenzen gibt oder die wenigen Beispiele qualitativ fragwürdig sind, was darf man dann wirklich erwarten?

Eine einfache Frage hilft oft weiter:

Würden Sie jemanden Ihr Dach machen lassen, der das zum dritten Mal probiert und bei dem es selbst für einen Laien so aussieht, als würde es den nächsten Sturm nicht überstehen?

Erfahrung und Anspruch sieht man. Deshalb mein Rat: Schenken Sie aktuellen Referenzen mehr Gewicht, als dem was jemand von seiner Arbeit behauptet. Und auch die eigene Webseite sollte im besten Fall zeigen, was ein Webdesigner leisten kann.

Hier hört der Spaß auf. Cookie-Banner, die zwar eingeblendet werden, aber technisch nichts blockieren. Drittanbieter-Aufrufe schon beim Seitenladen. Fehlende Grundlagen bei Performance, Datenschutz oder Struktur.

Das ist mangelndes Handwerk und führt in jedem Fall langfristig zu Problemen. Und ja: Besucher merken das vielleicht nicht bewusst. Aber Browser, Suchmaschinen und Datenschutzbehörden tun es.

Für Sie bedeutet das: Ein deutlich höheres Risiko für rechtliche Probleme und keine oder sehr schlechte Sichtbarkeit.

Fast jeder Webdesigner arbeitet mit Templates, also ein technisches und gestalterisches Grundgerüst. Auch ich. Der Unterschied liegt nicht im Template sondern im Umgang damit.

Warnsignale sind:

  • fehlende Anpassung an die Corporate Identity (Schriften, Farben…)
  • sichtbare Brüche und unterschiedliche Qualität im Layout
  • Inhalte, die noch vom Template stammen (z.B. Favicons)
  • Scheinbare Stilmittel wie erzwungene Großschreibung im Deutschen
  • Links, die auf irgendwelche unbekannten Seiten führen
  • unschöne Layout-Shifts, die nicht unter "gestalterische Freiheit" fallen

Das sind für Sie vielleicht nur Kleinigkeiten. Aber es sind auch Hinweise darauf, wie sorgfältig gearbeitet wurde. In diesem Fall brauchen Sie keinen Profi engagieren, sondern können sich gleich selbst eine Webseite bauen.

Moderne Büros mit Glasfassaden. Hochhäuser im Hintergrund, die es in der entsprechenden Kleinstadt gar nicht gibt. In den Texten gibt es mehr Spiegelstriche, als Sie ein gut ausgebildeter Redakteur verwenden würde. Abgedroschene, unpersönliche Floskeln…

Das ist einfallslos und beschleunigt einen Prozess, der mir Sorge bereitet, nämlich die Entwertung von Inhalt. Die Folge es gibt immer mehr Inhalt, der sich durch KI auch noch reproduziert. Was ist also die einzig logische Antwort darauf: Glaubwürdigkeit und damit authentischer Content.

„Ausgezeichnete Website.“, „Award Winner.“ „Top Webagentur.“

Was viele nicht wissen: Viele dieser Auszeichnungen sind Geschäftsmodelle. Man kann sie kaufen. Manche „Webdesigner“ melden sich bei diesen Awards an und wundern sich nicht mal, dass sie mit ihrer unterdurchschnittlichen Webseite als Gewinner ausgewählt wurden.

Das ist nicht illegal. Das ist nur in etwa so peinlich, als wenn Donald Trump einen Friedens-Fantasiepreis von einem großem Fußballverband überreicht bekommen würde.

Ich finde problematisch wird es immer dann, wenn online ein Bild erzeugt wird, das mit der Realität nicht mehr viel zu tun hat. Gaukelt jemand ein mehrköpfiges Experten-Team vor und ist wie ich letztlich doch nur ein Solo-Selbstständiger, wirkt das nicht besonders glaubwürdig.

Was das für Sie konkret bedeutet

Die Folgen schlechter Webdesign-Entscheidungen

Vertrauensverlust

Ihre Website ist oft der erste Berührungspunkt mit Ihrem Unternehmen. Noch bevor ein Gespräch stattfindet, noch bevor Sie Ihre Leistung erklären können. Wenn dieser Eindruck unklar, schlampig oder unglaubwürdig ist, entsteht kein Vertrauen sondern Zweifel. Und Zweifel führen selten zu Rückfragen.

Schlechte Sichtbarkeit

Technisch unsauber aufgebaute Websites haben es schwer in Suchmaschinen. Fehlende Struktur, mangelhafte Performance oder falsche Einbindungen führen dazu, dass Inhalte schlechter bewertet oder gar nicht erst gefunden werden.

Unnötiger Ärger

Datenschutz, Cookie-Banner und Drittanbieter-Einbindungen sind keine Formalität. Fehler an dieser Stelle können Abmahnungen, Nachbesserungen oder im schlimmsten Fall rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Das vielleicht Schlimmste daran

Eine schlechte Webseite färbt auf Ihr Unternehmen ab

Wirkt ein Online-Auftritt unstrukturiert, unglaubwürdig oder veraltet, entsteht automatisch der Eindruck, dass auch die Arbeitsweise dahinter ähnlich ist. Selbst dann, wenn das in der Realität nicht stimmt. Und genau das ist das eigentliche Problem: Nicht Ihre Leistung ist schlecht aber sie wird schlecht wahrgenommen.

Webdesign ist selten isoliert zu betrachten

Es funktioniert nicht losgelöst vom Unternehmen, nicht unabhängig von Branche, Zielgruppe oder Erwartungshaltung. Genau hier scheitern viele schlechte Umsetzungen: Sie sehen oberflächlich „modern“ aus, passen aber nicht zum Kontext. Ein Handwerksbetrieb braucht keine Website wie ein Start-up. Ein Bauunternehmen keine Designsprache wie ein Lifestyle-Brand. Und ein lokaler Dienstleister keine Selbstdarstellung, die größer wirken will, als das Unternehmen tatsächlich ist.

Gutes Webdesign ordnet ein. Es übersetzt das, was ein Unternehmen ausmacht, in eine digitale Form. Und genau deshalb ist Erfahrung und Gefühl in diesem Bereich so entscheidend.

Referenzen statt Versprechen

Ob ein Webdesigner sein Handwerk versteht, zeigt sich am Ende nicht in Aussagen, sondern in Ergebnissen. In Auftritten, die stimmig sind. Und in Lösungen, die zu den jeweiligen Unternehmen passen. Die folgenden Referenzen geben einen Einblick in meine Arbeit. Sie stehen stellvertretend für unterschiedliche Anforderungen, Budgets, Branchen und Herangehensweisen. Nicht als Maßstab für Perfektion, sondern als Beispiele meiner Arbeit.

Gutes Webdesign entsteht selten aus schnellen Entscheidungen oder fertigen Versprechen. Es entsteht aus Erfahrung und Verständnis für Ihr Geschäft.