Vibe Coding: Individuell entwickelte Software für Unternehmen

Was Vibe Coding für Unternehmen verändert, wo Chancen liegen und warum gute Software immer noch Menschen braucht.

Vibe Coding ist kein theoretisches Konzept mehr. Rund 40 Prozent des weltweit geschriebenen Codes ist inzwischen KI-generiert. Das ist nicht die Zukunft. Das ist die Gegenwart. Für mich als Kreativdienstleister hat sich dadurch etwas Grundlegendes verändert: Ich kann meine konzeptionellen und gestalterischen Fähigkeiten direkt in Software übersetzen. Ohne Umweg. Ohne Wartezeit. Ohne fünfstellige Budgets. Und genau das können auch Sie für Ihr Unternehmen nutzen.

Was ist Vibe Coding und was heißt das für Sie?

Das Prinzip von Vibe Coding

Konzeption

Eine Vision wird in ein klares und ausgefeiltes Konzept übersetzt.

AI Coding

Die Künstliche Intelligenz schreibt rasant den benötigten Code dafür.

Review & Test

Die gelieferten Ergebnisse werden schrittweise geprüft und optimiert.

Rollout

Das fertige Feature geht danach nahtlos in den sicheren Live-Betrieb.

Weiterentwicklung

Nach Bedarf werden bei jedem Durchlauf gezielt neue Features ergänzt.

Vibe Coding beschreibt eine neue Form der Softwareentwicklung, bei der nicht mehr Zeile für Zeile Code geschrieben wird, sondern bei der man einer KI in natürlicher Sprache beschreibt, was man haben möchte. Statt sich mit Syntax, Frameworks und technischen Details zu beschäftigen, konzentriert man sich auf die Vision. Die KI übersetzt sie in funktionierenden Code. In der Praxis sieht das so aus: Ich öffne ein Werkzeug wie Claude, Cursor oder Replit, beschreibe in Worten, was ich brauche, und bekomme innerhalb von Sekunden eine lauffähige Anwendung vorgeschlagen. Ich prüfe, korrigiere, verfeinere. Schritt für Schritt. Nicht mit Programmiersprache, sondern mit gesundem Menschenverstand und einem klaren Bild davon, was am Ende herauskommen soll.

Eine einfache Web-App kostete bei einer klassischen Agentur schnell 15.000 bis 45.000 Euro. Native Apps für iOS und Android landeten nicht selten bei 100.000 Euro aufwärts. Das war für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen schlicht nicht machbar. Individuelle Software? Ein Luxus für Konzerne. Mit Vibe Coding brechen diese Kosten dramatisch ein. Ein hochspezifisches internes Tool kann heute für einen Bruchteil dieser Summen realisiert werden. Nicht weil die Qualität schlechter wäre, sondern weil ein enormer Teil der handwerklichen Arbeit von der KI übernommen wird. Man zahlt nicht mehr für das Tippen von Codezeilen. Man zahlt für Konzeption, Architektur und die richtigen Entscheidungen.

Der größte Vorteil von Vibe Coding zeigt sich nicht bei der Erstentwicklung, sondern danach. Klassisch war es so: Sie beauftragen eine Agentur, die Ihnen Software baut. Sechs Monate später brauchen Sie eine neue Funktion. Also müssen Sie die Agentur wieder beauftragen, wieder briefen, wieder warten, wieder zahlen. Oder Sie haben einen internen Entwickler, der Ihnen die Anpassung in ein paar Wochen einbaut. Mit Vibe Coding verändert sich diese Dynamik fundamental. Weil der „Bauprozess“ so viel schneller und günstiger geworden ist, können Anpassungen, Erweiterungen und Verbesserungen laufend vorgenommen werden. Software wird zu einem lebendigen Werkzeug, das mit den Anforderungen des Unternehmens wächst. Nicht zu einem starren Korsett, das nach zwei Jahren schon wieder veraltet ist.

Viele Unternehmen nutzen Standardsoftware, die 80 Prozent der Anforderungen abdeckt und für die restlichen 20 Prozent mit Workarounds, Tabellen und notdürftigen Hilfskonstruktionen arbeitet. Sie zahlen monatliche Abos für Tools, die sie nur halb nutzen. Sie passen ihre Arbeitsabläufe an die Software an, statt umgekehrt. Das ist ein stiller Produktivitätskiller, den die meisten gar nicht mehr bemerken. Vibe Coding ermöglicht es, Software zu entwickeln, die exakt auf einen bestimmten Workflow zugeschnitten ist. Keine überflüssigen Funktionen, keine Kompromisse. Eine Anwendung, die genau das tut, was sie soll. Für einen Handwerksbetrieb sieht das anders aus als für ein Planungsbüro, für einen Einzelhändler anders als für einen Gastronomen. Und genau diese Spezialisierung war bisher unbezahlbar.

Worauf es ankommt

Vibe Coding in der Praxis angewendet

KI denkt nicht mit, ich schon.

Mein pragmatischer Blick auf Vibe Coding

Vibe Coding ist das mächtigste Werkzeug, das mir in über zehn Jahren Selbstständigkeit in die Hände gefallen ist. Es hat mir ermöglicht, meine eigene Business-Software zu bauen, kreative Projekte umzusetzen, die vorher undenkbar gewesen wären, und meinen Kunden neue Möglichkeiten aufzuzeigen, die vor zwei Jahren schlicht nicht existiert haben. Aber es ist eben das: ein Werkzeug. Kein Ersatz für Erfahrung. Kein Ersatz für konzeptionelles Denken. Kein Ersatz für den Blick fürs Detail, für Empathie gegenüber dem Nutzer, für die Fähigkeit, ein Projekt als Ganzes zu denken und nicht nur die nächste Funktion fertigzumachen. Und letztlich gilt es auch eine Menge an Tools und Werkzeuge zu beherrschen und zu betreuen zu können.

Ein ausgefeiltes Konzept ist die halbe Miete

Viele starten direkt mit dem Bauen, ohne sich vorher zu überlegen, was genau sie eigentlich bauen wollen. Das führt zu Software, die nach dem dritten Feature inkonsistent wird. Die Oberfläche sieht gut aus, aber die Logik dahinter ergibt keinen Sinn. Oder die Software funktioniert auf dem Desktop, aber auf dem Handy ist sie unbenutzbar.

Software testen, prüfen, hinterfragen

Eine Sache, die mich Vibe Coding gelehrt hat: Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser. Die KI liefert beeindruckend schnell Ergebnisse. Aber sie liefert nicht immer richtige Ergebnisse. Manchmal sind es subtile Fehler. Ein Button, der nur unter bestimmten Bedingungen nicht funktioniert. Ein Formular, das Daten nicht korrekt speichert. Eine Berechnung, die in Grenzfällen falsch liegt.

Vibe-Coding hat klare Grenzen

Ein Thema, das gerne verschwiegen wird: KI-generierter Code ist nicht automatisch sicher. Er kann Sicherheitslücken enthalten, die ein erfahrener Entwickler sofort erkennen würde. Er kann ineffizient strukturiert sein, was bei wachsender Datenmenge zum Problem wird. Und er kann schwer wartbar sein, weil die KI zwar funktionierenden, aber nicht immer sauber organisierten Code produziert.

ORBIT - vom Rechnungsfrust zum Unternehmenstool

Drei Tage Rechnungen schreiben zwischen den Jahren. 15 Minuten pro Rechnung. Und das Gefühl, dass diese Zeit sinnvoller genutzt werden könnte. Meine erste Idee war simpel: die Zeit zum Schreiben einer Rechnung von 15 Minuten auf ein bis zwei Minuten reduzieren. Also habe ich angefangen, mir ein eigenes Rechnungstool zu bauen. Dabei rausgekommen ist ein CRM-, Zeiterfassungs-, Aufgaben- und Verwaltungswerkzeug, das inzwischen viele einzelne Systeme in meinem Unternehmen abgelöst hat. Orbit läuft auf dem Handy, am Tablet, am Laptop, am PC. Alle meine Gedanken, Ideen und Abläufe sind darin eingeflossen. Kein Abo-Modell, das mir Funktionen verkauft, die ich nicht brauche. Kein Kompromiss, weil die Standardlösung etwas anders macht als ich es will. Und ich kann die Software jederzeit weiterentwickeln, anpassen und erweitern. Genau dieses Prinzip lässt sich auf jedes Unternehmen übertragen. Die Frage ist nicht mehr, ob man sich eigene Software leisten kann. Die Frage ist: Was würden Sie als Erstes bauen?

Mit dem richtigen Vibe coden

Spacewalk ist mein eigenes kleines interaktives Spiel, das auf meiner Webseite lebt. Kein Ego-Projekt, sondern ein bewusstes Gestaltungselement. Die Idee dahinter: Den Besuchern meiner Seite spielerisch ein Gefühl dafür geben, welche Herausforderungen im täglichen Marketing, bei der eigenen Webseite und beim gesamten Unternehmensauftritt lauern. Und vor allem den Anspruch an meine Arbeit zu betonen.

Was man sich vorstellen kann, kann man auch bauen. Ich unterstütze Sie dabei Unternehmenssoftware zu konzeptionieren und Wirklichkeit werden zu lassen.